Das sollten Rentner bei der Aufnahme eines Kredits beachten
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Redaktionelle Assistenz
Häufig sind es Pensionäre, die einen finanziellen Engpass erfahren. Denn die gesetzliche Rente fällt in vielen Fällen geringer aus als das vorherige regelmäßige Einkommen. Kommen dann unerwartete Ausgaben hinzu, zum Beispiel für Reparaturen am Haus, geraten manche Haushalte in eine finanzielle Schieflage. Ihnen bleibt dann häufig lediglich die Option, ein Darlehen bei einem Kreditinstitut aufzunehmen, um liquide zu bleiben. Dabei erhalten Rentner in den meisten Fällen, je nach Bank, schlechtere Konditionen als jüngere Menschen. Was Sie beachten sollten, wenn Sie im Alter einen Kredit aufnehmen möchten, erfahren Sie in unserem Blogbeitrag.

1 Das Darlehen als Rentner: Das sollten Sie beachten
Das Wichtigste in Kürze
Ein Seniorenkredit funktioniert ähnlich wie ein klassischer Kredit
Senioren müssen mir höheren Tilgungsraten rechnen
Als Sicherheit für einen Kredit dient oftmals das Eigenheim
Die große Mehrheit der Senioren lehnt eine Kreditaufnahme im Alter ab
Eine Alternative kann der Immobilien-Teilverkauf sein
Die Kreditaufnahme als Rentner unterscheidet sich rechtlich nicht von der eines Kredits, den Sie in einer früheren Phase Ihres Lebens aufnehmen. Für Immobilieneigentümer eignet sich der Immobilienkredit. Dabei vergibt Ihnen ein Kreditinstitut ein Darlehen und im Gegenzug wird im Grundbuch der Immobilie eine Grundschuld eingetragen. Bedient werden dieser Kredit und die damit einhergehenden Zinsen durch die monatliche Tilgung. Ob ein Kredit gewährt wird und zu welchen Konditionen, ist abhängig von der Bonität des Kreditnehmers. Dazu zählt zum Beispiel sein Einkommen, etwaige Schufa-Einträge und Sicherheiten, die der Bank geboten werden. Ein Immobilienkredit ist geeignet für größere Investitionen – beispielsweise für Modernisierungs– und Renovierungsmaßnahmen. Fallen die Kosten für solche Renovierungsarbeiten nicht zu hoch aus, eignet sich auch ein Konsumkredit.
2 Vor- und Nachteile einer Kreditaufnahme im höheren Alter
Vorteile
Niedrige Zinsen
Kurzfristige Möglichkeit Kapital zu erhalten
Das Eigenheim muss nicht verkauft werden
Nachteile
Mögliche Verschuldung
Hohe Tilgungsraten und damit eine erhebliche finanzielle Mehrbelastung
Das Eigenheim dient als Sicherheit
Oft ist der Kreditbetrag ab 75 Jahren auf 25.000 Euro gedeckelt
Es ist grundsätzlich möglich, einen Kredit im Alter aufzunehmen. Dennoch müssen Sie damit rechnen, dass die Bank Ihnen nicht dieselben Konditionen bietet wie jüngeren Kreditnehmern. Denn sie bewertet stets das Risiko, mit dem sie das Darlehen behaftet sieht. Für die Bank ist entscheidend, dass sie ihr Geld zurückerhält und das vorzugsweise vom Kreditnehmer und nicht von etwaigen Erben. Insbesondere die Wohnimmobilienkreditrichtlinie (WoKri) von 2016 hat die Regulatorik bei der Darlehensvergabe verschärft, sodass vielen Pensionären keine Kredit mehr gewährt wurde. Die Wohnimmobilienkreditrichtlinie (WoKri) wurde inzwischen vom Gesetzgeber überarbeitet. Sie besagt jedoch, dass ein Kreditnehmer das Darlehen mit hoher Wahrscheinlichkeit zu Lebzeiten zurückzahlen muss. Daraus ergibt sich, dass sich die Vergabe eines Kredits an ältere Menschen als schwierig gestaltet. Oft setzen Geldinstitute in der Folge hohe Tilgungsraten an, die in Kombination mit den Zinsen bei bis zu 5,0 Prozent liegen können. Mit der Rente ist dieser finanzielle Aufwand bei einer hohen Verschuldung kaum zu stemmen. Zusätzlich begrenzen viele Kreditinstitute die maximale Kredithöhe ab einem Alter von 75 Jahren auf 25.000 Euro.
Eine eigene Immobilie, die den Kredit absichert, kann sich hingegen positiv auf die Kreditkonditionen auswirken. Werden mit dem Darlehen Modernisierungsmaßnahmen in die Wege geleitet, berücksichtigt die Bank zudem die Wertsteigerung Ihrer Immobilie. Nichtsdestotrotz zeigt die Praxis, dass Rentnern häufig kein Kredit oder nur zu schlechten Konditionen gewährleistet wird.
Zusammengefasst bietet Ihnen ein Kredit im Alter die Möglichkeit, kurzfristig Kapital zu erhalten. Damit lassen sich auch größere Investitionen stemmen. Sie sichern Ihren Kredit mit Ihrem Eigenheim ab und genießen weiterhin die Vorzüge Ihres Wohneigentums. Sie müssen also nicht Ihre Immobilie, die als Geldanlage dient, verkaufen oder eine Leibrente beziehen. Sie profitieren von potenziellen Wertsteigerungen – etwa durch getätigte Modernisierungsmaßnahmen – und können Ihr Eigenheim weiterhin bewohnen und später vererben.
Damit ein Darlehen nicht zur Belastung wird, sollten Sie im Hinterkopf behalten, dass es an Pensionäre häufig zu deutlich schlechteren Konditionen gewährt wird. Weiterhin stellt der Kredit auch ein Risiko für Ihre Erben dar, denn im Falle Ihres Ablebens würden Sie eine belastete Immobilie übergeben. Zudem sollten Sie beachten, dass die monatlichen Tilgungs- und Zinszahlungen Sie nicht finanziell belasten. Sollten Sie als Kreditnehmer in Zahlungsunfähigkeit geraten, kann sich der Kreditgeber mittels einer Zwangsversteigerung der Immobilie sein Geld zurückholen.
Sollten Sie an einem Kredit für ein neues Auto interessiert sein, gibt es einige weitere Aspekte zu beachten. Mehr dazu erfahren Sie in unserem Blogbeitrag "Autokredit für Rentner: Das sollten Sie beachten".
3 Studie: Immobilieneigentümer vermeiden es, Schulden aufzunehmen
Ohnehin lehnt die Mehrheit der Wohnimmobilieneigentümer im hohen Alter die Aufnahme eines Kredits ab, wie eine repräsentative Studie des Meinungsforschungsinstituts YouGov bestätigt. Im Auftrag der Deutschen Teilkauf waren dafür mehr als 1.030 Immobilieneigentümer befragt worden. Grundsätzlich lehnten 71 Prozent der Befragten die Aufnahme eines Kredits ab, um ihre eigenen Wünsche zu finanzieren. Von den Befragten wollen drei Viertel im Alter keine neuen Schulden tilgen müssen. Zudem ergab die Studie, dass ein Drittel der Befragten nicht daran glaubt, einen Kredit gewährt zu bekommen.
4 Liquidität durch Immobilien-Teilverkauf
Für Immobilieneigentümer, die kurzfristig finanzielle Mittel benötigen, bietet sich als Alternative zum Kredit für Rentner ein Immobilien-Teilverkauf an. Dabei können Sie bis zu 50 Prozent Ihres Eigenheims an die Deutsche Teilkauf, einem sogenannten stillen Miteigentümer, verkaufen. Der Marktwert einer Immobilie muss dabei mindestens 100.000 Euro betragen. Sie erhalten eine Auszahlung von der Deutschen Teilkauf und kommen zudem in den Genuss des Nießbrauchrechts. Das Nießbrauchrecht geht über das bloße Wohnrecht hinaus, das Sie zum Beispiel bei einer Immobilienleibrente erhalten. Sie dürfen nach dem Teilverkauf sogar Ihr Eigenheim vermieten und die Einnahmen behalten. Mit den freigesetzten Mitteln können Sie Ihre Immobile beispielsweise renovieren oder barrierefrei umbauen. Die Deutsche Teilkauf bietet Ihnen zudem eine Sicherheitsgarantie. Auf ein Durchführungsentgelt verzichtet die Deutsche Teilkauf im Gegensatz zu anderen Anbietern. Mit einem Teilverkauf erlangen Sie finanzielle Freiheit und genießen gleichzeitig die Vorteile Ihres Eigenheims.
5 Fazit – Kreditaufnahme im Rentenalter
Das Darlehen als Rentner: Grundsätzlich ist es möglich, als Rentner ein Darlehen aufzunehmen. Die Konditionen richten sich unter anderem nach der Bonität des Kreditnehmers.
Die Konditionen: Oftmals wird Pensionären ein Darlehen nur unter erschwerten Auflagen gewährt, da das Risiko des Zahlungsausfalls höher ist als bei Jüngeren.
Ältere Eigentümer lehnen Kredite ab: Immobilieneigentümer im Rentenalter lehnen häufig eine Verschuldung am Lebensabend ab. Sie möchten sich schlichtweg nicht erneut verschulden. Zudem herrscht Unsicherheit, ob ein Kredit überhaupt von einer Bank gewährt wird.
Teilverkauf als Alternative: Sollten Sie den Wunsch verspüren, finanzielle Freiheit zu gewinnen und dabei weiterhin in Ihrem Eigenheim zu wohnen, bietet sich ein Immobilien-Teilverkauf bei der Deutschen Teilkauf an.

Corinna Bensing
Content Managerin / Redakteurin
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