Welche Versicherungen Hausbesitzer benötigen

Hausversicherung

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Lisa von der Deutschen Teilkauf nimmt Informationen für den Immobilien-Teilverkauf mit Nießbrauchrecht auf.

Einbruch, Blitzschlag, Wasserschaden oder das gebrochene Bein eines Besuchers – die Liste möglicher Schäden an und in Wohngebäuden ist lang. Um für solche Fälle optimal gerüstet zu sein, sollten Immobilieneigentümer gut versichert sein.

Es gibt eine Fülle an unterschiedlichen Versicherungsangeboten für Gebäude. Dabei nicht den Überblick zu verlieren erscheint im ersten Moment schwierig, aber die nähere Beschäftigung mit dem Thema Versicherungen lohnt sich. Denn mit den richtigen Versicherungen sind Haus- und Wohnungseigentümer für hohe finanzielle Risiken gewappnet. Wir haben deshalb die wichtigsten Versicherungen für Immobilieneigentümer zusammengestellt.

Die Wohngebäudeversicherung

Die Wohngebäudeversicherung ist wohl die wichtigste unter den Versicherungen für das Eigenheim und sollte von jedem Eigentümer abgeschlossen werden. Dabei handelt es sich um eine Sachversicherung zum Schutz eines Gebäudes. Sie ersetzt Kosten für Schäden am Gebäude selbst, beispielsweise durch einen Brand, durch Leistungswasser oder einen Sturm. Eine Gebäudeversicherung kann dem Eigentümer Ausgaben im mehrstelligen Bereich ersparen. Sogar ein Wiederaufbau nach einem Totalverlust kann durch die Versicherung abgedeckt werden. Kommt es also zu einem Totalschaden, wird das Haus zum Neuwertpreis wiedererrichtet. Dies beinhaltet Architekten-, Konstruktions- und Planungskosten.

Zusätzlich lässt sich die Wohngebäudeversicherung durch verschiedene Einzelversicherungen erweitern. Dazu zählt zum Beispiel die Glasbruchversicherung, die Schäden an Scheiben und Fenstern absichert.

Die Elementarschadenversicherung

Starke Unwetter nehmen immer weiter zu und verdeutlichen, dass auch das eigene Haus extremen Wetterlagen wie Starkregen und Überschwemmungen mehr oder weniger schutzlos ausgeliefert ist. Häufig gehen Wohneigentümer davon aus, dass eine Elementarschadenversicherung generell nicht benötigt wird, wenn eine Wohngebäudeversicherung vorliegt. Diese greift zwar auch bei Umweltschäden, aber Starkregen und Hochwasser sind beispielsweise davon ausgeschlossen. An Standorten, an denen solche Gefahren drohen, ist eine Elementarschadenversicherung daher häufig eine gute Wahl.

Die Hausratversicherung

Nicht nur Schäden am Gebäude selbst können versichert werden, sondern auch Schäden an den Dingen, die sich im Haus befinden. Die Hausratversicherung gehört zu den Standardversicherungen und ist für alle empfehlenswert – für Eigentümer genau wie für Mieter. Die Versicherung greift bei Schäden am Hausrat, die etwa durch einen Brand oder Leitungswasser entstehen können, oder wenn Dinge bei einem Einbruch gestohlen werden. Die Versicherung erstattet dann den Wiederbeschaffungswert. Zum Hausrat zählen praktisch alle Einrichtungsgegenstände genau wie Schmuck und Bargeld, wobei es für die Erstattung der letzten beiden meist eine Obergrenze gibt.

Die Haftpflichtversicherung

In den eigenen vier Wänden können nicht nur Schäden entstehen, die das eigene Hab und Gut beschädigen – sondern auch Dritte können geschädigt werden. Dafür ist die Haftpflichtversicherung da, die aber sowieso jeder abgeschlossen haben sollte. Für Wohneigentümer ist die Haftpflichtversicherung relevant, wenn sich jemand auf dem Grundstück verletzt, etwa weil der Fußboden rutschig ist. Auch Sachschäden sind inbegriffen, wenn zum Beispiel Ziegel vom Dach auf das Auto eines Dritten fallen.

Wichtig: Wer seine Immobilie nicht selbst bewohnt, sondern vermietet, ist in solchen Fällen nicht durch die private Haftpflichtversicherung abgedeckt. Für Vermieter ist daher eine Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung sinnvoll.

Die Risikolebensversicherung

Eine Risikolebensversicherung kann für Hauskäufer sehr sinnvoll sein, vor allem für Familien. Sie deckt den Immobilienkredit im Todesfall ab, damit der hinterbliebene Partner finanziell nicht mit den Kreditraten allein gelassen wird und das Haus möglicherweise verkaufen muss. Wählen kann man eine konstante oder eine fallende Versicherungssumme. Bei einer fallenden Versicherungssumme wird der Betrag, den die Versicherung im Todesfall auszahlt, immer kleiner – was aber nicht schlimm sein muss, da auch der Kreditbetrag durch die monatliche Tilgung immer kleiner wird.

Hohe Reparaturschäden durch Teilverkauf finanzieren

Insbesondere im Alter sind große Reparaturen nicht mehr so einfach zu stemmen. Wer finanziell nicht in dem Maße vorgesorgt hat oder keine entsprechenden Versicherungen abgeschlossen hat, steht schnell vor unlösbaren Problemen. Um weiterhin im Eigenheim wohnen bleiben zu können, könnte sich ein Immobilien-Teilverkauf anbieten. Dabei wird lediglich ein Anteil der Immobilie veräußert. Durch ein dabei vereinbartes Nießbrauchrecht steht dem Eigenheimbesitzer dennoch ein lebenslanges Wohn- und Nutzungsrecht der Immobilie zu. Anstehende Reparaturen könne so gestemmt werden und das Eigenheim muss nicht aufgegeben werden.

Marian Kirchhoff
Marian Kirchhoff
Dez. 2020