Renovierung: Fakten, Pflichten, Kosten

Alles, was Sie über Renovierung wissen müssen

Wer einmal aus einer Mietwohnung ausgezogen ist, kennt es wahrscheinlich: die Renovierung. Je nach Zustand und Art der Wohnung stehen unterschiedliche handwerkliche Arbeiten an. Dazu gehören das Streichen von Wänden und Decken, Heizkörper, Türen und Fensterrahmen, das Ausbessern von Bohrlöchern und Beschädigungen und mehr. Aber können oder sollten Mieter alles selbst erledigen? Wann lohnen sich Handwerker? Der Erfolg einer Renovierung der Wohnung oder des Hauses hängt von guter Planung ab. Dazu gehört, sich vorab über Rechte und Pflichten zu informieren. Zudem sollten die notwendigen Maßnahmen und Kosten aufgelistet werden. Auf dieser Seite klären wir die wichtigsten Fragen zum Thema Renovierung.

Inhaltsverzeichnis

Schnelle Fakten zur Renovierung

Was kostet die Renovierung einer Wohnung?

Die Kosten einer Renovierung hängen von Faktoren wie der Größe und dem Zustand der Wohnung, dem Umfang und den ausführenden Personen ab. Markenwandfarbe kostet bis zu 3 Euro pro Quadratmeter, Klicklaminat meist zwischen 10 und 30 Euro pro Quadratmeter. Sollte die Beauftragung von Handwerkern geplant sein, sollten vorab individuelle Kostenvoranschläge eingeholt werden.

Wie renoviert man ein Haus?

Die Reihenfolge einer Hausrenovierung ergibt sich aus dem Umfang und dem anfallenden Schmutz. Bei einer Renovierung des gesamten Hauses sollte die Dauer berücksichtigt werden, damit Räume wie Bad oder Küche nicht tagelang unzugänglich bleiben. Grundsätzlich gilt: Raum für Raum renovieren, im Raum selbst von oben nach unten, also von Decke Richtung Boden.

Wie oft muss man renovieren?

In vielen Mietverträgen stehen starre Renovierungsklauseln, die regelmäßige Schönheitsreparaturen verlangen. Diese sind rechtlich unwirksam. Sie sollten immer dann renovieren, wenn dafür Bedarf besteht, zum Beispiel Wandfarbe abblättert oder die Tapete eingerissen ist. Sind Sie in eine renovierte Wohnung gezogen, müssen Sie bei einem Auszug meist die Schönheitsreparaturen übernehmen.

Wann muss renoviert werden?

Zahlreiche Gerichte haben festgestellt, dass im Großen und Ganzen Renovierungen nur dann verpflichtend sind, wenn Bedarf besteht. Dies gilt bei Auszug aus einer Mietwohnung, die bei Einzug renoviert war. Bei Einzug in eine unrenovierte Wohnung muss der Mieter keine Endrenovierung leisten.

Was gehört zur Renovierung?

Renovieren bedeutet, optische Mängel zu beseitigen. Bei einer Renovierung geht es also darum, die Schönheit einer Wohnung oder eines Hauses wiederherzustellen. Eine Immobilie ist auch ohne Renovierung bewohnbar, allerdings trägt der optische Zustand zur Wohnlichkeit bei.

 

Maßnahmen, die zur Renovierung gehören, sind

  • Tapezieren und Streichen der Wände und Decken

  • Bodenbelag ausbessern oder neu verlegen

  • Nägel, Schrauben und Dübel aus den Wänden entfernen

  • Streichen der Heizkörper, Türen und Fenster

Diese Maßnahmen können teilweise auch Mietern aufgebürdet werden. Eigentümer eines Hauses oder einer Wohnung entscheiden frei, wann sie renovieren. Allerdings ist es für ein gemütliches und gepflegtes Zuhause ratsam, bei Renovierungsbedarf sofort zu handeln. Denn ansonsten müssen irgendwann die angesammelten Mängel auf einmal beseitigt werden, was hohe Kosten und mehr Planungsaufwand bedeutet. Eine Möglichkeit, die finanziellen Mittel für eine Umgestaltung oder einen altersgerechten Umbau zu erhalten, bietet der Immobilien-Teilverkauf. Damit sichern sich insbesondere ältere Wohneigentümer mehr Freiheiten und können weiterhin in den eigenen vier Wänden wohnen bleiben. Lesen Sie hier alles zum Thema Teilverkauf.

Renovierung, Sanierung oder Modernisierung?

Im alltäglichen Gebrauch werden die Begriffe Renovierung, Sanierung und Modernisierung häufig verwechselt. Dabei sind alle drei Kategorien klar definiert.

Wie bereits erwähnt, betrifft die Renovierung optische Mängel. Unter diese Kategorie fallen Arbeiten, die zur Schönheit beitragen: Streichen, Tapezieren, Ausbessern und Ähnliches.

Unter Sanierung fallen Reparaturen. Hier geht es um Mängel, die das Wohnen und Nutzen der Immobilie ernsthaft betreffen oder gar einschränken. Generell ist eine Sanierung aufwändiger als eine Renovierung und erfordert handwerkliches Fachwissen. Zu den Sanierungsarbeiten gehören das Beseitigen von Wasserschäden, die Abdichtung eines Daches oder das Einrichten neuer Elektroinstallationen.

Eine Modernisierung wertet die Immobilie auf. Wie der Begriff bereits andeutet, dient die Modernisierung dazu, die Wohnung oder das Haus fit für die Zukunft zu machen. Besonders verbreitet sind Maßnahmen, die zur Senkung des Energieverbrauchs beitragen. Diese werden unter dem Ausdruck „energetische Sanierung“ zusammengefasst, auch wenn es sich um Modernisierungen handelt. Zusätzlich schreibt der Gesetzgeber Hauseigentümern regelmäßig gewisse Modernisierungsmaßnahmen vor. Zur Modernisierung zählen Dämmungen von Außenwänden, besser isolierte Fenster oder der Austausch von Alt durch Neu, zum Beispiel bei der Gegensprechanlage oder der Heizung. Weitere Informationen erhalten Sie auch in unserem Blogbeitrag "Energieeffizient sanieren: alles über Energieeffizienzklassen und Finanzierungsmöglichkeiten".

Was kostet eine Renovierung?

Die Kosten einer Renovierung hängen von drei wesentlichen Faktoren ab:

Faktor 1: Gesamtfläche der Renovierung

Je mehr Fläche renoviert werden soll, desto teurer wird es. Beim Streichen beispielsweise beeinflussen Parameter wie Deckenhöhe oder Untergrund die Gesamtausgaben. Ähnlich verhält es sich mit Bodenbelägen, Abdeckmaterialien und Ausbesserungen.

Faktor 2: Umfang

Wird nur eine Wand gestrichen oder soll in der gesamten Wohnung der Bodenbelag ausgetauscht und die Decken gestrichen werden? Mit dem Umfang steigen logischerweise die Kosten. Neben dem Materialeinkauf müssen Sie auch noch eventuelle Transportkosten bedenken, falls Sie extra ein Fahrzeug mieten müssen.

Faktor 3: ausführende Person

Wer körperlich und handwerklich fit ist, kann viel Geld sparen. Denn Handwerker sind Fachleute, die nicht nur die Materialkosten in Rechnung stellen, sondern auch Fachwissen, Aufwand und Arbeitszeit. Allerdings bringen Handwerker sämtliche Materialien und Werkzeuge mit und erledigen große Aufträge gleich mit mehreren Personen.

Orientierungshilfe für Renovierungskosten

Wann müssen Mieter renovieren?

In vielen Mietverträgen steht eine sogenannte Renovierungsklausel. Diese verlangen vom Mieter regelmäßige Schönheitsreparaturen, häufig sogar mit festgelegten Jahresabständen. Allerdings sind solche starren Renovierungsklauseln nach aktueller Rechtsprechung unwirksam. Der Vermieter kann höchstens eine Renovierung verlangen, wenn aus objektiver Sicht der Bedarf dafür besteht. Ebenso ungültig sind Klauseln, die in jedem Fall vom Mieter eine Endrenovierung bei Auszug verlangen. Sobald eine Klausel teilweise rechtswidrig ist, verliert üblicherweise die gesamte Klausel ihre Gültigkeit.

Das Fazit zur Renovierung

Eine Renovierung beseitigt optische Mängel einer Wohnung oder eines Hauses. Dazu gehören Arbeiten wie Streichen, Tapezieren, Lackieren und Ausbessern. Häufig wird die Renovierung mit den Begriffen Sanierung und Modernisierung verwechselt. Allerdings handelt es sich bei Sanierungsarbeiten um Reparaturen, während Modernisierungen die Immobilie aufwerten. Der sichere Weg bei der Renovierung ist die Beauftragung eines Handwerkers, allerdings können aufwändige Arbeiten schnell mehrere Tausend Euro kosten. Wer selbst renovieren möchte, sollte neben dem Materialeinkauf auch Transport und Werkzeuge bedenken. Bevor Mieter mit der Renovierung beginnen, ist es ratsam, die Klauseln im Mietvertrag genau zu prüfen. Manche der strengen Vorgaben sind veraltet und unwirksam.

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