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Lohnt sich der Hausanbau im Alter?

Senior und Handwerker sprechen über Baupläne in seinem Haus.

Fordern Sie ganz unkompliziert und unverbindlich Ihr persönliches Teilverkaufs-Angebot an. Wir beraten und führen Sie gerne durch den ganzen Teilverkaufs-Prozess.

Lisa von der Deutschen Teilkauf nimmt Informationen für den Immobilien-Teilverkauf mit Nießbrauchrecht auf.

Mit einem Anbau können Senioren ihren Wohnraum vergrößern und damit beispielsweise ein Zimmer für eine Pflegekraft schaffen. Ein sinnvoller Schachzug, schließlich wird dadurch der Wert der Immobilie gesteigert. Was es beim Anbau zu beachten gibt, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Die Erweiterung der Wohn- und Nutzfläche des Eigenheims kann eine Dachaufstockung oder aber einen Wintergarten bis hin zu einer Einliegerwohnung umfassen. Mit einem Anbau können Sie einerseits von der Wertsteigerung Ihrer Immobilie profitieren und andererseits von einer höheren Wohn- und Lebensqualität.

Bedürfnisse im Alter

Wenn Sie sich dafür entscheiden, Ihr Haus zu vergrößern, sollten Sie die Anforderungen an die neue Wohnfläche formulieren. Im Ruhestand ändern sich diese meistens und insbesondere ein altersgerechter Umbau sollte in den Fokus rücken.

Bei einem Hausanbau im Alter kann es sinnvoll sein, eine mögliche Pflegebedürftigkeit zu berücksichtigen. Eine Einliegerwohnung mit eigener Küche und Bad schafft beispielsweise Raum für eine Pflegekraft, die permanent vor Ort ist, aber dennoch beiden Seiten genügend Privatsphäre bietet. Zudem kann die Einliegerwohnung jederzeit vermietet und für ein zusätzliches Einkommen sorgen.

Im Hinblick auf eine mögliche eingeschränkte Mobilität ist ratsam, die klassische Aufteilung eines zweistöckigen Hauses, in dem sich Küche und Wohnbereich im Erdgeschoss, Bade- und Schlafzimmer im ersten oder zweiten Obergeschoss befinden, durch einen Anbau zu verändern. Das obere Stockwerk kann dann als Wohnbereich für eine Pflegekraft dienen und das Schlafzimmer sowie Bad in den Anbau verlegt werden, damit das beschwerliche Treppensteigen entfällt. Bei einer neuen Küche oder einem neuen Bad sollte viel Freifläche eingeplant werden, damit man sich auch mit Rollator oder Rollstuhl problemlos darin bewegen kann. Wichtig ist, auf Barrierefreiheit wie eine ebenerdige Dusche zu achten. Mehr zum barrierefreien Umbau Ihres Eigenheims lesen Sie in unserem Beitrag „Barrierefrei ins Alter starten“.

Baugesetze – was ist erlaubt?

Bevor man mit einem Anbau beginnt, sollte man sich mit den Baugesetzen befassen. Diese befassen sich unter anderem mit dem Denkmal-, Natur- und Ortsbildschutz und können Einfluss auf den geplanten Ausbau nehmen. Welche Rechte und Pflichten Sie als Eigentümer haben, wenn Ihre Immobilie unter Denkmalschutz steht, erfahren Sie hier. Anschließend muss ein Bauantrag gestellt werden, damit die Erweiterung mit Erlaubnis der Baubehörde durchgeführt werden kann. Erst nach Erhalt eines roten Punkts, der die Baufreigabe symbolisiert, darf mit den Bauarbeiten begonnen werden.

Wer an sein bestehendes Haus anbauen möchte, muss die Baugrenze beziehungsweise die Baulinie berücksichtigen. Denn im Bebauungsplan ist festgelegt, inwiefern ein Grundstück bebaut werden darf. Innerhalb der Baugrenze können Sie, sofern Sie die Abstandsflächen einhalten, beliebig bauen. Ist allerdings eine Baulinie festgesetzt, muss bis an diese herangebaut werden. Das Ziel einer solchen Baulinie ist meistens, eine durchgehende Häuserflucht ohne große Lücken zu errichten.

Lassen die Baugrenze und Baulinie keinen Anbau zu, kann auch durch einen Ausbau des Kellers oder Dachgeschosses mehr Nutzfläche geschaffen werden. Hierbei sind ebenfalls bestimmte Auflagen zu beachten, die das Bauvorhaben einschränken können. Vielerorts ist für Wohnräume eine bestimmte Fensterfläche festgelegt, die mindestens zehn Prozent der Bodenfläche umfassen muss. Dies kann dazu führen, dass für den Ausbau von Kellerräumen zusätzlich Lichtschächte eingebaut oder Teile des Gartens abgesenkt werden müssen, um Fenster einbauen zu können.

Beim Dachstuhlausbau muss neben der ausreichenden Belichtung zusätzlich eine Mindesthöhe gegeben sein, damit dieser als Wohnraum genutzt werden kann. Meistens liegt dieser Wert zwischen 2,20 und 2,40 Meter lichter Höhe über mindestens die Hälfte der Fläche. Lesen Sie dazu auch unseren Beitrag „Wohnen im Alter: Wann lohnt sich der Ausbau eines Dachgeschosses?“.

Die Kosten eines Hausanbaus

Neben den baurechtlichen Bestimmungen spielen auch die Finanzen eine relevante Rolle, damit der Anbau bewerkstelligt werden kann. Die Höhe der Kosten ist natürlich von der Art und dem zeitlichen Aufwand des Anbaus abhängig. Holen Sie sich bestenfalls mehrere Meinungen und Angebote von Experten ein, bevor Sie sich für einen Ausbau entscheiden. Architekten oder Bauherrenberater können Ihnen die Potenziale Ihrer Immobilie darlegen, die rechtlichen Beschränkungen mit dem Bauamt abklären und eine Einschätzung der Kosten abgeben. Ein Fachmann kann Ihnen gegebenenfalls auch günstigere oder effektivere Alternativen aufzeigen.

Beispielrechnung

PostenBeispielpreis
Baukosten53.000 EUR
Architektenkosten7.576 EUR
Baugenehmigung270 EUR
Vermessungskosten (Gebäudeaufnahme)200 EUR
Prüfstatiker1.600 EUR
Baubegleitung640 EUR
Gesamtkosten63.286 EUR

Mit Immobilien-Teilverkauf Wohnträume erfüllen

Zusätzlichem Wohnraum kann schnell die Ersparnisse aufbrauchen. Für Eigenheimbesitzer kann hierbei der Immobilien-Teilverkauf die Finanzierung gewährleisten.
Bei einem Teilverkauf wird ein Anteil der Immobilie veräußert, maximal 50 Prozent. Dadurch wird ein Teil des in der Immobilie gebunden Vermögens freigesetzt, welches für die Baumaßnahmen genutzt werden kann. Auf Basis des Nießbrauchrechts genießt der Teilverkäufer ein lebenslanges Nutzungs- und Wohnrecht. Das Nießbrauchrecht wird erstrangig im Grundbuch eingetragen und es bezieht sich auf die komplette Immobilie. Außerdem gibt es bei uns eine lebenslange Sicherheitsgarantie, dass wir beispielsweise keine versteckten Kosten haben und ein Durchführungsentgelt erheben. Mehr dazu erfahren Sie hier: Sicherheitsgarantie.

Fazit – das Wichtigste zum Hausausbau

  • Eigene Bedürfnisse: Lassen Sie Ihre zukünftigen Bedürfnisse und Ansprüche mit in die Planung einfließen.
  • Baugesetze: Befassen Sie sich rechtzeitig mit dem Baurecht Ihrer Stadt oder Gemeinde.
  • Finanzen: Sprechen Sie mit einem Fachmann und holen Sie sich verschiedene Angebote ein, bevor Sie den Anbau in Auftrag geben.
  • Immobilien-Teilverkauf: Der Teilverkauf ist eine Option, um Ihren Hausausbau finanzieren und von der Wertsteigerung Ihrer Immobilie profitieren zu können.
Marian Kirchhoff
Marian Kirchhoff
Aug. 2021
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