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Immobilien als Geldanlage: Mit Betongold auf der sicheren Seite

Ansteigende Münzstapel

Immobilien gelten als eine der besten Altersvorsorgen. Dies liegt trotz wiederkehrendem Sanierungsbedarf auch an ihrer Wertsteigerung, die sie oft über die Jahre hinweg erreichen. Welche Faktoren diese maßgeblich beeinflussen, haben wir Ihnen hier zusammengestellt.

Eine Wertsteigerung einer Immobilie bedeutet, den Preis zu erhöhen. Die Immobilie ist also mehr wert als zum Zeitpunkt des Kaufes. Aufgrund der hohen Nachfrage nach Wohnraum insbesondere in Großstädten und deren Umgebung und niedrigen Kreditzinsen steigen in Deutschland die Immobilienpreise kontinuierlich. In Berlin beispielsweise im vierten Quartal 2020 um 10,7 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum, gemäß Frühjahrsgutachten der Immobilienwirtschaft 2021 des Rates der Immobilienweisen. Zudem gibt es weitere Faktoren, die die Wertsteigerung begünstigen.

Was die Lage über den Immobilienwert aussagt

Die Lage einer Immobilie ist wohl einer der wichtigsten Aspekte bezüglich ihres Werts. Unterschieden wird hierbei nach Makro- und Mikrolage.

Erstere bezieht sich auf das weitreichende räumliche Umfeld der Immobilie, also die Region, die Stadt oder die Gemeinde. Ebenso setzt sich die Makrolage zusammen aus der übergeordneten Infrastruktur, der Kaufkraft, der Verkehrsanbindung, dem Freizeit- und Kulturangebot sowie der Prosperität der Region oder Gemeinde im Allgemeinen.

Die Mikrolage hingegen umfasst das direkte Umfeld der Immobilie. Also die unmittelbare Infrastruktur: die Nähe zum Einzelhandel, zu medizinischer Versorgung und zur Innenstadt, der Anschluss an den öffentlichen Nahverkehr und die Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung. Zusätzlich spielen Faktoren wie der Verkehrslärm, das Straßenbild und auch die Luftbelastung eine wichtige Rolle in Bezug auf die Lage.

In die Jahre gekommen – wie Alter und Zustand den Immobilienwert beeinflussen

Neben der Lage bemisst sich der Wert nach dem Zustand des Gebäudes. Betrachtet werden dabei unter anderem das Baujahr, die Bausubstanz, die energetische Ausstattung und Energieeffizienz sowie der Modernisierungsgrad.

Je älter eine Immobilie, desto geringer fällt ihre Wertsteigerung aus – es sei denn, es wurden kontinuierlich Instandhaltungsmaßnahmen vorgenommen. Modernisierungen und Sanierungen können einen positiven Einfluss auf den Wert und die Lebenszeit der Immobilie nehmen. Welche Herausforderungen insbesondere ältere Häuser bei einer Sanierung lauern, lesen Sie in unserem Beitrag „Sanierungsbedarf: die unterschätzten Gefahren alter Häuser“.

Die Ausstattung der Immobilie

Ein weiterer Faktor ist die Einrichtung, bei der zwischen einfacher, gehobener und luxuriöser Ausstattung unterschieden wird. Folgende Aspekte werden bei einer Wertermittlung berücksichtigt:

  • Qualität der verwendeten Baumaterialien
  • Art und Qualität der Bauweise
  • Alter und Effizienz von Heizungs- und Sanitäranlagen
  • Vorhandensein von Garten und/oder Balkon
  • Verglasung der Fenster
  • Art des Bodenbelags (Teppich, Parkett o. ä.)
  • Größe der Garage und Parksituation in der Umgebung
  • Aufzug

Eine einfache Ausstattung geht häufig mit höheren Renovierungskosten einher, welche den Immobilienwert mindern. Umgekehrt bedeutet ein hohes Ausstattungsniveau geringere Renovierungskosten und demnach eine Wertsteigerung.

Wertfaktor Wohnfläche

Wertvoller als die Nutzfläche ist die Wohnfläche einer Immobilie. Aber was zählt zur Wohnfläche?

  • Räume mit einer lichten Höhe (gemessen von der Oberkante des Fußbodens bis zur Unterkante der Decke) von mindestens zwei Metern zählen vollständig zur Wohnfläche.
  • Räume mit einer lichten Höhe zwischen einem und zwei Metern werden zu 50 Prozent zur Wohnfläche dazu gerechnet (z. B. Dachschrägen).
  • Balkone und Terrassen gehören zu 25 Prozent zur Wohnfläche, bei besonderer Lage (z. B. Südbalkon) sogar bis zu 50 Prozent.
  • Wintergärten oder vergleichbare zu allen Seiten geschlossene Räume fallen komplett unter die Wohnfläche, außer sie sind unbeheizt, dann werden sie nur zu 50 Prozent dazu gezählt.

Wer seine Wohnfläche zum Beispiel durch den Ausbau des Dachbodens erweitert, erlangt nicht nur mehr Platz, sondern steigert den Wert seines Eigenheims maßgeblich. Näheres zu einem möglichen Dachgeschossausbau können Sie hier nachlesen.

Darüber hinaus wirkt sich der Grundriss bzw. die Gliederung der einzelnen Räume auf den Wert der Immobilie aus. Hierbei geht es darum, wie sinnvoll und flexibel die Räume genutzt werden können. Es kann nämlich sehr kostspielig sein, die Raumgliederung im Nachhinein zu verändern.

Immobilienwert am Immobilienmarkt

Nicht zuletzt beeinflusst auch der Markt den Wert von Immobilien. Je nachdem, wie das Verhältnis von Angebot und Nachfrage austariert ist, steigen oder fallen die Immobilienpreise in den jeweiligen Regionen.

Mit Immobilien-Teilverkauf von der Wertsteigerung profitieren

Auch bei einem Immobilien-Teilverkauf spielt die Wertsteigerung des Eigenheims eine wichtige Rolle. Dabei wird ein Anteil der Immobilie (maximal 50 Prozent) verkauft und der Eigentümer erhält auf Basis des Nießbrauchrechts ein lebenslanges Nutzungs- und Wohnrecht. Entscheidet sich der Teilverkäufer irgendwann für einen Gesamtverkauf, profitiert er von der möglichen Wertsteigerung der Immobilie.

Für die Instandhaltung einer Immobilie fallen hin und wieder Kosten an. Das durch den Teilverkauf freigewordene Kapital kann dabei für finanziellen Spielraum sorgen und die Wertsteigerung Ihrer Immobilie sichern.

Ermitteln Sie gern mit unserem Rechner, wie hoch die Wertsteigerung bei einem Immobilien-Teilverkauf mit anschließendem Gesamtverkauf ausfallen könnte.

Fazit – das Wichtigste in Kürze

  • Faktoren der Wertsteigerung: Die Wertsteigerung einer Immobilie wird von unterschiedlichen Aspekten wie der Lage, dem Zustand und der Ausstattung der Immobilie beeinflusst.
  • Teilverkauf und Wertsteigerung: Auch bei einem Teilverkauf profitieren Sie weiterhin von einer Wertsteigerung.
  • Wertermittlung: Wenn Sie sich jetzt auch fragen, was Ihr Eigenheim wert ist, lesen Sie doch unseren Beitrag „Wie Sie den Verkehrswert Ihrer Immobilie ermitteln“.
Marian Kirchhoff
Marian Kirchhoff
Jul. 2021
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