Wertsteigerung

Nach dem Ende der Finanzkrise 2008/2009 hat es einen Immobilienboom gegeben. Die durchschnittlichen Preise für Wohnimmobilien in Deutschland sind seither kräftig gestiegen, und der Preisanstieg hält weiterhin an. Dem Häuserpreisindex des Statistischen Bundesamts zufolge sind Wohnimmobilien (Ein- und Zweifamilienhäuser sowie Eigentumswohnungen) in Deutschland allein zwischen 2015 und 2020 im Schnitt um rund ein Drittel im Wert gestiegen.

Das registrieren viele Wohneigentümer mit Freude, da ihre Immobilien an Wert gewinnen. Bei Immobilien ist jedoch zu bedenken, dass diese Wertsteigerungen erst einmal nur auf dem Papier stattfinden. Wenn eine Immobilie im Wert steigt, steigt damit zwar das Vermögen des Immobilieneigentümers, doch mehr leisten, kann er sich dadurch nicht, da der Vermögenswert in der Immobilie feststeckt. Um dieses gebundene Kapital zu aktivieren und somit über mehr liquide Mittel zu verfügen, muss die Immobilie verkauft werden. Auch ein Teilverkauf der Immobilie ist eine Möglichkeit.

Um herauszufinden, wie hoch der Marktwert der eigenen Immobilie inzwischen tatsächlich ist, ist ein Gutachten eines zertifizierten Sachverständigen nötig. Dieser berücksichtigt sämtliche Wertfaktoren wie Lage, Alter, Zustand und Ausstattung und beziffert einen Wert, der mit der Immobilie am Markt voraussichtlich zu erzielen ist.