Niedrigzinsen

Wenn von Niedrigzinsen oder auch Niedrigzinspolitik die Rede ist, ist damit in der Regel der Leitzins der Zentralbanken gemeint. Nach der Finanzkrise 2008/2009 hatte die Europäische Zentralbank begonnen, den Leitzins bis auf null Prozent zu senken. Das hat zur Folge, dass professionelle Investoren deutlich weniger Zinsen auf sichere Anlagen wie Staatsanleihen erhalten. Auch Privatanleger bekommen kaum noch Zinsen für Tagesgeldkonten oder Bausparverträge. Immer mehr Investoren haben deshalb Kapital in Immobilien angelegt, weil diese vergleichsweise sicher sind und dennoch Rendite bieten. Diese Entwicklung war einer der Gründe, warum die Immobilienpreise seit 2010 stark gestiegen sind. Hinzu kommt, dass durch die Niedrigzinspolitik auch die Zinsen für Immobiliendarlehen stark gesunken sind. Dadurch gewinnt der Immobilienkauf zusätzlich an Attraktivität.