Was ist das Hausgeld?

Hausgeld zahlen Eigentümer von Eigentumswohnungen jeden Monat an die Wohnungseigentümergemeinschaft. Mit dem Geld werden sowohl die Betriebskosten der gesamten Eigentümergemeinschaft beglichen als auch Instandhaltungsmaßnahmen am Gemeinschaftseigentum bezahlt.  

 

Die Höhe des Hausgeldes wird im Wirtschaftsplan festgelegt, der jedes Jahr in der Eigentümerversammlung beschlossen wird. Von der Größe des jeweiligen Miteigentumsanteils hängt auch die Höhe des Hausgeldes der Eigentümer ab. Häufig fällt das Hausgeld bei Neubauten geringer aus als zum Beispiel bei Altbauwohnungen, da mit niedrigeren Instandhaltungs- und Renovierungsmaßnahmen zu rechnen ist.  

 

Im Schnitt können Sie ein Hausgeld von etwa 3 bis 4,5 Euro pro Quadratmeter und Monat einplanen. Besitzen Sie beispielsweise eine Eigentumswohnung die 100 Quadratmeter groß ist, dann würde das ein Hausgeld in Höhe von 300 bis 450 Euro pro Monat bedeuten. 

 

Das Hausgeld ist für Wohnungseigentümer vergleichbar mit den Nebenkosten von Mietern einer Immobilie. Ein wichtiger Unterschied ist jedoch, dass in den Nebenkosten keine Instandhaltungsrücklage enthalten ist. Daher ist das Hausgeld in der Regel etwas höher als die Nebenkosten einer vergleichbaren Mietwohnung. 

 

Diese Kosten gehören zum Beispiel zum Hausgeld: 

  • Betriebskosten wie Heizkosten, Kosten für Müllabfuhr und Gartenarbeiten sowie Strom für Gemeinschaftsflächen  

  • Verwaltungskosten für Hausverwaltung und Kontoführung 

  • Instandhaltungsrücklage 

 

Anders als bei den Nebenkosten von Mietern ist im Hausgeld in der Regel keine Grundsteuer enthalten, die der Besitzer der Eigentumswohnung an die Kommune zahlen muss. Ebenso wie bei den Nebenkosten sind im Hausgeld häufig auch keine persönlichen Stromkosten sowie Internet- und Fernsehgebühren enthalten. 

 

Wie bei den Mietnebenkosten wird auch das Hausgeld jährlich abgerechnet. Fallen die tatsächlichen Kosten geringer aus als erwartet, wird dem Besitzer der Eigentumswohnung der Überschuss erstattet. Fallen die Kosten hingegen höher aus, muss er eine Nachzahlung leisten.