Grunderwerbsteuer

Die Grunderwerbsteuer fällt beim Kauf einer Immobilie an. Ihre Höhe unterscheidet sich von Bundesland zu Bundesland und reicht von 3,5 Prozent des Kaufpreises bis zu 6,5 Prozent des Kaufpreises. Die Grunderwerbsteuer ist Teil politischer Diskussionen, da sie den Erwerb von Wohneigentum erschwert. In manchen Ländern wie Großbritannien ist die Grunderwerbsteuer je nach Immobilienwert gestaffelt oder enthält Freibeträge. Die Grunderwerbsteuer gehört zu den Kaufnebenkosten.

Die Berechnung der fälligen Grunderwerbsteuer erfolgt auf Grundlage des Kaufpreises. Wer etwa ein Haus in Baden-Württemberg für 500.000 Euro kauft, muss bei einem Steuersatz von 5,0 Prozent 25.000 Euro Grunderwerbsteuer zahlen.

Die Steuersätze der Bundesländer im Überblick (Stand November 2020):

BundeslandSteuersatz
Baden-Württemberg5,0 %
Bayern3,5 %
Berlin6,0 %
Brandenburg6,5 %
Bremen5,0 %
Hamburg4,5 %
Hessen6,0 %
Mecklenburg-Vorpommern6,0 %
Niedersachsen5,0 %
Nordrhein-Westfalen6,5 %
Rheinland-Pfalz5,0 %
Saarland6,5 %
Sachsen3,5 %
Sachsen-Anhalt5,0 %
Schleswig-Holstein6,5 %
Thüringen6,5 %

Es gibt Fälle, in denen keine Grunderwerbsteuer gezahlt werden muss, nämlich beim Verkauf an Verwandte in gerader Linie. Das heißt, dass Eltern an ihre Kinder genau wie Großeltern an ihre Enkel ein Haus verkaufen können, ohne dass dafür Grunderwerbsteuer anfällt. Ein Verkauf unter Ehe- oder Lebenspartnern ist ebenfalls von der Grunderwerbsteuer befreit. Auch bei Erbschaften sowie Schenkungen fällt keine Grunderwerbsteuer, jedoch gegebenenfalls Erbschaft- beziehungsweise Schenkungsteuer an.

Übrigens: Wer ein Haus baut, statt eines zu kaufen, umgeht einen großen Teil der Grunderwerbsteuer. Denn wer ein Grundstück kauft, um es zu bebauen, muss nur für den Wert des Grundstücks Grunderwerbsteuer zahlen – während beim Kauf eines Hauses die Steuer sowohl für das Grundstück als auch für das Haus anfällt.