Mit diesen Kosten können Sie bei der Kernsanierung des Hauses rechnen

Die Kernsanierung einer Immobilie ist ein umfangreiches und kostspieliges Vorhaben. Bei vielen Gebäuden ist aufgrund ihres Alters allerdings eine energetische Sanierung notwendig. Sie können den Fokus auch auf einen altersgerechten Umbau Ihres Hauses legen. Eine Kernsanierung hat mittel- und langfristig viele Vorteile für Immobilieneigentümer. Welche das sind und wie hoch die Kosten ausfallen können, erfahren Sie in unserem Blogbeitrag.

Kernsanierung Ihres Hauses
Inhaltsverzeichnis

Was ist eine Kernsanierung? 

Kernsanierung bedeutet, ein älteres Gebäude durch verschiedene Sanierungsmaßnahmen in einen neuwertigen Zustand zu versetzen und auch technisch auf den neusten Stand zu bringen. Zu der Kernsanierung einer Immobilie gehören in der Regel die Erneuerungen folgender Teilbereiche: 

 

  • Dachkonstruktion 

  • Elektrische Leitungen 

  • Heizsysteme 

  • Rohrleitungssystem 

 

Zudem sollten die Zustände folgender Bereiche im Haus geprüft und gegebenenfalls erneuert werden: 

 

  • Fenster  

  • Türen 

  • Decken 

  • Mauern 

  • Böden 

  • Putz 

 

Weitere Informationen zu einem Dachausbau des Eigenheims erhalten Sie hier. Ein Sonderfall tritt ein, wenn Ihre Immobilie unter Denkmalschutz steht. Hier müssen Sie bei Sanierungs- und Umbaumaßnahmen die geltenden Denkmalschutzauflagen beachten. So muss beispielsweise die denkmalgeschützte Bausubstanz erhalten bleiben. Denkmalerhaltende Maßnahmen am Gebäude können Sie in der Regel vornehmen, sofern die Gestalt des Denkmals nicht wesentlich verändern wird. Der Austausch von Fenstern oder die Erneuerung der Heizungsanlage sind energetische Sanierungsmaßnahmen, die kein Problem darstellen sollten. Informieren Sie sich zu den jeweiligen Auflagen bei der zuständigen Kommune.

Maßnahmen zur Kernsanierung

Anfallende Kosten 

Die Kosten bei einer Kernsanierung werden für gewöhnlich pro Quadratmeter angegeben. Bei einer vollständigen Sanierung des Hauses können Sie mit etwa 400 bis 600 Euro pro Quadratmeter rechnen. Dabei hängen die Kosten stark von den bauspezifischen Eigenschaften Ihrer Immobilie und Ihrem Vorhaben ab. So wird die Kernsanierung eines Altbaus in den meisten Fällen wesentlich teurer als die einer Immobilie, die nach 1950 erbaut wurde. Auch die verwendeten Materialien spielen eine entscheidende Rolle. So ist die Erneuerung eines Rohrleitungssystems aus Kupfer deutlich kostspieliger als die aus Kunststoff. 

Im Folgenden haben wir Ihnen ein Beispiel für die Maßnahmen und Kosten der Kernsanierung eines Hauses aufgestellt.

Sanierungsmaßnahmen

Vorteile einer Kernsanierung 

Die Kernsanierung Ihres Hauses können Sie als Investition in die Zukunft sehen. Zum einen profitieren Sie als Eigentümer von der Wertsteigerung Ihrer Immobilie. Durch die Kernsanierung können Sie nicht nur den Wohlfühlfaktor, sondern auch den Wert Ihrer Immobilie steigern. Zudem sorgen energetische Sanierungsmaßnahmen mittel- und langfristig für erhebliche Kosteneinsparungen – vor allem bei den aktuell stark steigenden Energiekosten. Außerdem tun Sie der Umwelt und dem Klima etwas Gutes. Denn durch den Einbau neuer Fenster sowie der Dämmung der Fassade und des Daches reduzieren Sie Ihre Energiekosten. Mehr dazu lesen Sie in unserem Beitrag „Sie möchten Ihr Haus energetisch sanieren? Das sollten Sie darüber wissen“.  

Wenn Sie eine Kernsanierung vornehmen lassen, können Sie dies mit einem altersgerechten Umbau Ihres Eigenheims verbinden. Denn mit zunehmendem Alter sind viele Menschen in ihrer Mobilität immer stärker eingeschränkt. Eine barrierefreie Immobilie kann helfen, den Alltag so lange wie möglich eigenständig zu meistern. In unserem Beitrag „Barrierefrei ins Alter starten“ erfahren Sie mehr darüber. 

Ein weiterer Aspekt ist, das kernsanierte Häuser zu günstigeren Konditionen versichert werden können. So kann eine Wohngebäudeversicherung nach der Kernsanierung günstiger sein, da das Schadensrisiko durch die Sanierung reduziert wird. Allerdings sollten Sie im Vorfeld mit Ihrer Versicherung abklären, inwiefern sich eine Kernsanierung des Gebäudes auf die Kosten Ihrer Versicherung auswirkt. Je nach Tarif und Anbieter können hier unterschiedliche Konditionen gelten.

Finanzierungsmöglichkeiten

Der Staat bietet verschiedene Möglichkeiten, damit Eigentümer bei der Kernsanierung ihrer Immobilie finanziell entlastet werden. Zum einen lassen sich beispielsweise die Kosten für Handwerker steuerlich absetzen. So können Sie durch Ihre Steuererklärung bis zu 20 Prozent der Handwerkerkosten zurückerhalten, maximal 1.200 Euro.  

Des Weiteren gibt es diverse Förderprogramme für die Sanierung von alten Gebäuden. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA), das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWi) und die Förderbank Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bieten zum Beispiel verschiedene Finanzierungsmöglichkeiten für energetische Sanierungen von Immobilen. Die Zuschüsse können dabei bis zu 75.000 Euro pro Wohneinheit betragen. Die Höhe der Kredite können sich gar auf bis zu 150.000 Euro belaufen. Mehr zur Finanzierung einer energetischen Sanierung erfahren Sie hier.

Fazit zur Kernsanierung eines Hauses 

  • Die Kernsanierung: Durch eine Kernsanierung wird ein älteres Gebäude durch verschiedene Sanierungsmaßnahmen in einen neuwertigen Zustand versetzt. Auch technisch kann es so auf den neusten Stand gebracht werden. 

  • Kosten einer Kernsanierung: Die Kosten variieren stark. Sie können mit 400 bis 600 Euro pro Quadratmeter rechnen. Je älter das Gebäude, desto höher fallen in der Regel die Kosten für eine Kernsanierung aus.  

  • Vorteile einer Kernsanierung: Durch eine Kernsanierung profitieren Sie beispielsweise von einer Wertsteigerung Ihres Hauses. Zudem sorgen energetische Maßnahmen für künftige Kosteneinsparungen. Ein altersgerechter Umbau lässt sich gut mit einer Kernsanierung verbinden. Darüber hinaus kann Ihre Wohngebäudeversicherung um bis zu 50 Prozent günstiger werden. 

  • Finanzierung einer Kernsanierung: Die Handwerkerkosten für eine Sanierung lassen sich steuerlich absetzen. So können Sie bis zu 20 Prozent dieser Kosten über Ihre Steuererklärung zurückerhalten. Zudem gibt es verschiedene Förderprogramme – zum Beispiel vom BAFA, vom BMWi und von der KfW – die Sie mit Zuschüssen oder Krediten finanziell unterstützen.