Energieeffizient sanieren: alles über Energieeffizienzklassen und Finanzierungsmöglichkeiten

Häuser können über die Jahre zu Energiefressern werden und so für höhere Nebenkosten sorgen. Bereits kleinere Sanierungsmaßnahmen wirken sich aber positiv auf Ihren Energieverbrauch und die Jahresabrechnung aus. Dabei tun Sie nebenbei auch der Umwelt etwas Gutes. Was Sie bei der energieeffizienten Sanierung, sowie den Energieeffizienzklassen beachten sollten und welche Finanzierungsmöglichkeiten es gibt, erfahren Sie in unserem Blogbeitrag.

Energieeffizient sanieren: alles über die Energieeffizienzklassen
Inhaltsverzeichnis

Was bedeutet energieeffizient?

Energieeffizientes Handeln setzt ein angemessenes Verhältnis zwischen dem eingesetzten Geld und der erzielten Wirkung voraus. Für Sie als Immobilieneigentümer bedeutet das: Setzen Sie weniger Energie und Geld für das gleiche oder ein besseres Ergebnis ein. Mit kleinen und größeren Maßnahmen zur Energieeffizienz können Sie mittel- und langfristig nicht nur Energie, sondern auch Geld sparen. Zudem schonen Sie nachhaltig die Umwelt. Welche Maßnahmen sinnvoll sein können, erfahren Sie in unserem Blogbeitrag „Sie möchten Ihr Haus energetisch sanieren? Das sollten Sie darüber wissen“. Zudem erhalten Sie hier weitere wertvolle Tipps für ein nachhaltigeres Leben.

Energiebedarf für das Heizen senken

Was sind Energieeffizienzklassen?

Seit fast 20 Jahren werden elektronische Geräte in Energieeffizienzklassen eingeteilt. Bei der Klassifizierung diente das amerikanische Schulnotensystem als Vorbild. Das „A“ steht dabei für den niedrigsten Energieverbrauch, das „G“ für den höchsten Verbrauch.

Die Einstufung in Energieeffizienzklassen soll dazu dienen, den Verbraucher von einem energiesparenden Produkt zu überzeugen und so auch die Umwelt zu schonen. Durch den technischen Fortschritt erreichten immer mehr Elektrogeräte in Handel die Effizienzklasse A. Daher wurden ab dem Jahr 2003 schrittweise auch die Effizienzklassen A+ bis A+++ eingeführt. Zum März 2021 wurden die alten Effizienzklassen schließlich überarbeitet und wieder auf eine Klassifizierung von A bis G umgestellt. Dies soll für eine bessere Übersicht und Verständlichkeit bei den Verbrauchern sorgen. An der Bedeutung der Buchstaben hat sich dabei nichts geändert. Die überarbeiteten Klassifizierungen gelten allerdings noch nicht für alle Elektrogeräte. Stand Mai 2022 sind sie nur für folgende Geräte festgelegt:

  • Kühlschränke und Gefriergeräte,

  • Geschirrspüler,

  • Waschmaschinen,

  • Warmwasserbereiter,

  • Klimaanlagen,

  • Fernseher und

  • Leuchtmittel.

Die alte Klassifizierung mit den Plus-Klassen gilt weiterhin für

  • Wäschetrockner,

  • Backöfen,

  • Dunstabzugshauben und

  • Staubsauger.

Auch hier ist in den nächsten Jahren eine Anpassung an die reine Klassifizierung der Klassen A bis G geplant.

Energieeffizienzklassen

Die EU schreibt dabei die Einhaltung von Mindeststandards vor. Neu in den Handel kommende Wäschetrockner müssen zum Beispiel mindestens die Effizienzklasse C erreichen. Damit soll vermieden werden, dass günstige und umweltschädliche Produkte auf den Markt kommen.

Energieeffizienzklassen von Gebäuden

Bei Neubauten und Altbausanierungen sind energetische Grenzwerte für die Gebäude einzuhalten. Diese Gebäudestandards zeigen den Energiebedarf des Gebäudes auf. Dabei werden Anlagentechnik, Wärmedämmung und Gebäudedichtheit bei der Einteilung in die Energieeffizienzklassen berücksichtigt. Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) regelt dabei auch gesetzlich die baulichen und technischen Anforderungen an neuen sowie bestehenden Gebäuden.

Bei der endgültigen Berechnung der Energieeffizienz Ihres Eigenheims werden die tatsächlichen Verbrauchsdaten (Verbrauchsausweis) berechnet oder sie wird vom energetischen Zustand des Gebäudes abgeleitet (Bedarfsausweis). Welchen Ausweis Sie für die Klassifizierung Ihres Hauses benötigen, hängt unter anderem vom Baujahr und der Größe der Immobilie ab. Die Vergabe der Energieeffizienzklasse übernimmt in der Regel ein Energieberater.

Energieeffizient mit Smart Home

Mit einem Smart Home-System können Sie zum Beispiel technische Abläufe, die Sie bis jetzt manuell ausgeführt haben, digitalisieren und automatisieren. Die Haustechnik wird in einem einheitlichen System vernetzt. So lassen sich Funktionen einzelner Geräte zentral bedienen und aufeinander abstimmen. Mit Ihrem Smartphone oder Tablet können Sie die Funktionen einfach verwalten und steuern. So wird Ihr Eigenheim energieeffizienter und Sie können beim Verlassen des Hauses zum Beispiel per Smartphone prüfen, ob alle Lampen ausgeschaltet sind.

Smart Homes können aber noch viel mehr: Sensoren messen beispielsweise die Raumtemperatur in Ihrem Haus. Damit können Sie die Heizung von Ihrem Smartphone oder Tablet aus steuern und regulieren. Auch energiesparsame Lichtquellen sind in der Regel bei Smart Home-Systemen integriert. So haben Sie nicht nur die komplette Kontrolle über die Haustechnik, sondern können diese auch aufeinander abstimmen. In der folgenden Grafik zeigen wir Ihnen, was Sie mit einem Smart Home-System in einem Haus alles steuern können.

Möglichkeiten von Smart Home-Systemen

Finanzierungsmöglichkeiten

Die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG-Förderung) vergibt Zuschüsse beziehungsweise Darlehen für Einzelmaßnahmen zur Sanierung sowie für ganzheitliche Sanierungsvorhaben. Sachverständige für Energieeffizienz können Sie bei geplanten Maßnahmen beraten und beim Förderantrag unterstützten. Der Staat übernimmt bis zu 80 Prozent der Kosten für eine Energieberatung. Damit soll der Einstieg in ein energieeffizientes Eigenheim vereinfacht werden.

Bei der Optimierung Ihrer Heizanlage unterstützt die BEG Sie zum Beispiel mit Zuschüssen von 20 bis 45 Prozent. Dazu gehören der Ersatz von Heizungspumpen und Zirkulationspumpen für Warmwasser durch effizientere Pumpen. Die größte Förderung für Heizanlagen bekommen regenerative Umweltheizungen wie Wärmepumpen oder Biomasseheizkessel. Hier können Sie die maximale Förderung von 45 Prozent erreichen. Aber auch kleinere Maßnahmen wie der Einbau einer Solarthermie-Anlage fördert der Staat mit Zuschüssen von bis zu 30 Prozent. Mehr Informationen dazu erhalten Sie hier.

Fazit zum energieeffizienten Eigenheim

  • Energieeffizienz: Es bedeutet, weniger Energie und Geld für das gleiche oder ein besseres Ergebnis einzusetzen. Mit energieeffizienten Maßnahmen können Sie so langfristig Geld sparen sowie die Umwelt schonen.

  • Energieeffizienzklassen: Der Energieverbrauch von Elektrogeräten ist in Energieeffizienzklassen von A bis G klassifiziert. Das A stellt dabei den niedrigsten Energieverbrauch dar, das G den höchsten.

  • Energieeffizienzklassen von Gebäuden: Auch Gebäude werden in Energieeffizienzklassen eingeteilt. Dabei werden Anlagentechnik, Wärmedämmung und Gebäudedichtheit berücksichtigt. Die Einteilung in die jeweilige Klasse übernimmt ein sogenannter Energieberater.

  • Smart Home: Ein Smart Home System digitalisiert und automatisiert die technischen Abläufe in Ihrem Zuhause. Dabei können Sie diese zentral und gebündelt beispielsweise über Ihr Smartphone verwalten. Zudem bieten zusätzliche Funktionen die Möglichkeit, die Technik in Ihrem Haus möglichst energieeffizient zu steuern.

  • Finanzierungsmöglichkeiten: Die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG-Förderung) unterstützt Maßnahmen zur energetischen Sanierung mit unterschiedlich hohen Zuschüssen und Darlehen. Lassen Sie sich dazu ausführlich beraten.